Ab 1830 wurde dieses Wachs erstmals zur Kerzenherstellung eingesetzt und wird heute überwiegend aus Erdöl gewonnen. Bei der Destillation des Rohöls werden verschiedene Produkte herausgetrennt (fraktioniert). Für die Paraffinerzeugung sind die in einer bestimmten Verfahrensstufe anfallenden Paraffingatsche wichtig. Durch sorgfältige Reinigung und Befreiung unerwünschter Anteile, wird die gewünschte Paraffinqualität erreicht. Paraffine sind gesättigte Kohlenwasserstoffe (Alkane), welche auch als Normal- oder Iso-Paraffine bezeichnet werden. Paraffin wird flüssig als Pulver, Granulat oder in Blöcken verwendet. Grosshersteller wie die Fischer Kerzen AG beziehen diesen Rohstoff in flüssiger Form, was bedingt, dass die Lieferung in beheizten Tankzügen erfolgen muss.! Stearin wurde 1811 vom Franzosen Chevreul entdeckt. Gewonnen wir dieser Rohstoff aus tierischen- und/oder pflanzlichen Ölen und Fetten. Es handelt sich um ein Gemisch verschiedener Fettsäuren, im wesentlichen Palmitin- und Stearin-Säure. Stearin wird als Pulver und Granulat verwendet. Grosshersteller beziehen diesen Rohstoff in flüssiger Form, was bedingt, dass die Lieferung in beheizten Tankzügen erfolgen muss.In der Regel werden Dochte aus Baumwollgarnen geflochten. Eine ausreichende Saugfähigkeit und eine spezielle Aufbereitung sind Voraussetzung für den Einsatz mit verschiedenen Kerzenrohstoffen.Es werden sowohl Flach- wie Runddochte verwendet. Die Auswahl der Dochte ist für die Brennqualität ausschlaggebend. Abgestimmt auf Kerzendurchmesser, Rohstoffe, Farben und evtl. Lacke sowie die jeweilige Herstellungstechnik (gegossen, gezogen, gepresst).Zu klein dimensionierte Dochte schränken die Saugfähigkeit ein, es wird zuwenig Material verbrannt und der Brennteller hat einen zu hohen Flüssigkeitsstand. Die Flamme kann verlöschen.Zu gross dimensionierte Dochte mit hoher Saugfähigkeit bilden zwar einen kleinen Brennteller mit wenig Flüssigkeit, durch den hohen Dochtstand wird die Flamme aber zu gross, die Verbrennung unvollkommen und die Flamme neigt zum Russen.Ein Stoffwechselprodukt der Honigbiene. Die Arbeitsbienen im Alter von 13 – 18 Tagen fliegen nicht aus, sondern werden von den älteren Bienen mit Pollen und Nektar gefüttert. Diese so genannten Baubienen produzieren das Wachs in den Wachsdrüsen. Das an der Bauchseite ausgeschiedene Wachs wird von den Baubienen zum Wabenbau verwendet. Dieser „Jungfern-„Wachs ist farblos. Da die Honigproduktion ungleich höher ist als die Wachsproduktion, steht dieser Rohstoff nur begrenzt zur Verfügung.Durch den Kontakt mit Honig und Pollen, bekommt dieses Wachs seinen angenehmen Geruch und die typische Farbe. Die Wachsgewinnung erfolgt durch ein Ausschmelzverfahren. Der so gewonnene, noch stark verunreinigte, Wachs wird durch Filtration für die Kerzenherstellung vorbereitet. Bienenwachs besteht hauptsächlich aus Wachsestern und Säuren sowie Kohlewasserstoffen.
Nach wie vor, werden qualitativ hoch stehende Kerzen durchgefärbt produziert.Viele Kerzen weisen einen ungefärbten Körper auf und werden mit einer farbigen Masse „übertaucht“. Beim Färben werden organische Farbpulver (Pigmentfarben) oder die fettlöslichen Anilinfarben verwendet.Als Grundrohstoff werden verschiedene Wachse verwendet. Den grössten Anteil hat dabei das Paraffin. Ein kleinerer Prozentsatz wird aus Stearin, Bienenwachs oder aus Mischungen dieser drei Wachse hergestellt.